Jenny und Sidney Brown erwarben den Kernbestand ihrer Sammlung impressionistischer Kunst zwischen 1908 und 1919, viele Jahre vor den Enteignungen jüdischen Besitzes durch die Nationalsozialist:innen. Von 1933 bis 1940 kaufte das Ehepaar dreizehn weitere Werke zur Ergänzung der Sammlung bei renommierten Galerien in Paris, Luzern und Genf. Handelte es sich bei den Bildern von Paul Cézanne, Eugène Boudin oder Pierre-Auguste Renoir womöglich um Raubkunst oder um Werke, die Jüd:innen veräussern mussten, um ihre Flucht aus Deutschland finanzieren zu können?
Das Museum Langmatt stellte sich 2022 bis 2024 erneut den komplexen Fragen zur Provenienz und damit verbundenen möglichen Ansprüchen am Eigentum der Bilder. Mit externen Expert:innen konnten die Rückseiten der Werke sowie zahlreiche Archivmaterialien ausgewertet werden. Die Ergebnisberichte des vom Bundesamt für Kultur unterstützten Projekts wurden Ende 2024 veröffentlicht (www.langmatt.ch/sammlung/provenienzforschung).
Im aktuellen «Schaufenster Archiv» werfen Archivdokumente und Recherchebefunde Schlaglichter auf das Thema. Da die betreffenden Bilder zeitgleich in der Ausstellung «Welcome back» im Erdgeschoss präsentiert werden, erstreckt sich das «Schaufenster Archiv» auch dorthin und vermittelt weitere Informationen und Hintergründe zu den Werken und ihren ehemaligen Eigentümern.
Wann
Samstag, 09. Mai 2026, 11:00 Uhr
24.12. und 25.12. sowie 31.12. und 1.1.2027 geschlossen.
Wo
Museum Langmatt
Römerstrasse 30
5400 Baden
Veranstalter
Museum Langmatt
Stiftung Langmatt Sidney und Jenny Brown
Römerstrasse 30
5401 Baden
info@langmatt.ch
056 200 86 70
Tickets
CHF 12.00 / 10.00
Mehr Informationen
https://www.langmatt.ch/ausstellungen/foreveryoung
Weitere Termine
Schaufenster Archiv − Provenienzforschung
Wann